Dominic`s Autismus

akz 140

RDI Therapie

AKZ
Autismus Kompetenz-Zentrum Schweiz
Grütter & Mc Tigue
                                                     Postfach 1528
                                                    Tischenloostrasse 59
                                                    8800 Thalwil

RDI Therapie -Intervention

Seit Herbst 2006 supervisiert uns Frau Janine Grütter vom AKZ in Thalwil. Wir setzten grosse Hoffnung und Erfolge in die RDI Therapie.

Dominic hat inzwischen zehn Zeichen gelernt, um seine Ess-/Trink- und Spielwünsche ausdrücken zu können. Das Zeichen-/Wörterbuch  wird immer wieder erweitert und sofort angewendet. Er macht seit einigen Wochen immer wieder diesselben Laute, um seine Freude zu zeigen. Damit er diese Töne/Laute wieder von sich gibt, wiederholen wir diese und zeigen mit lustigen Mimiken/Ausrufen wie wir uns darüber freuen, solches zu hören. Mit Nachahmen seiner Geräusche versuchen wir ihn zu motivieren die Laute zu wiederholen, um mit der Zeit dann richtige Buchstaben/Worte bilden zu können. Durch unser langsames Sprechen und Satz-Beschränkung von 1 – 2 Worten hat sich sein Verständnis uns gegenüber sehr verbessert.

Täglich muss Dominic 2-3 x Aktivitäten nach den Bildern von der Klettwand 6 – 10 Spiele absolvieren, bevor er seine geliebten DVD-Filme/Spiele machen darf. Nach 3 Wochen Eingewöhnungszeit meistert er diesen Prozess schon sehr selbständig. Diese Aktivitäten haben den Zweck, dass er einige Spiele selbständig macht und wir nicht jede Sekunde neben ihm stehen müssen, sowie dass er mit der Zeit auch freiwillig mal Spielsachen von sich aus nimmt und diese auch spielgerecht benutzt.

Wir Eltern wenden gemäss RDI (Verhaltenstherapie nach Dr. Gutstein) täglich 2 – 3 mal Aktivitäten (Ringel-Reihe, Parcours, Ball hin-/her rollen oder werfen, Reitspiele auf Rücken, Singspiele etc.) an, damit unser Sohn sich an ein Muster gewöhnt, das vorhersehbar ist und er sich dann spontan auf immer mehr Spielereien einlässt und diese auch selber wünscht und dann auch er mal die Initiative dazu ergreift. Zudem sollte Dominic lernen sich einige Zeit alleine zu beschäftigen und an der Tätigkeit Freude zu finden. Er wird im Lifestyle voll integriert, d.h. er lernt in kleinen Schritten bei Haushalt-Arbeiten (Teigwaren in Pfanne, Geschirrspüler ein-/ausräumen, mit Lappen wischen + trocknen etc.) mitzuhelfen. Um seine Aufmerksamkeit zu erlangen sprechen wir vielfach singerisch und mit lustigen Mimiken/Gesten und kommentieren auch alle Handlungen.
Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch Ignorieren abgeblockt, damit diese abnehmen. Das Toiletten-Training hat leider noch nicht geklappt, ist aber ein weiterer Schritt.

Die ersten Monate der Therapie waren sehr anstrengend für uns und Dominic. Wir mussten uns an die neue Sprache gewöhnen, lernten bei Trotzanfällen diese zu ignorieren. Es mussten Aktivitäten überlegt, notiert, umgesetzt und dokumentiert werden. Bei allem war unsere Ausdauer und Geduld sehr gefragt. Dominic begrüsst jeden Besuch mit einem Händedruck und einem schelmischen Blick. Er ist gerne im Mittelpunkt, wenn andere Menschen im Haus sind und setzt sich daneben. Unser Sohn lacht viel und freut sich, wenn wir Hoppe hoppe reiten spielen, schaukeln, mit ihm spazieren oder rennen. Nach unserer Ansicht ist unser Sohn viel zufriedener und sogar ein wenig ruhiger geworten. Er zeigt seine Freude mit strahlendem Gesicht und sogar mit lautem Gelächter, wenn wir seinen Wunsch durch sein Zeichen verstanden haben.